Gianni Rivera sprach in einem Interview mit dem Corriere della Sera zunächst über den Rechtsstreit um die Verwendung seines Bildes in Videospielen.
"Im Laufe der Jahre habe ich viele lukrative Werbeangebote erhalten, aber ich habe nie für jemanden Werbung gemacht", sagte der ehemalige Nummer 10 und erklärte, dass er erst später entdeckt habe, dass sein Bild im Spiel verwendet wurde und er beschloss, rechtliche Schritte einzuleiten.
Anschließend verlagerte er das Gespräch auf den modernen Fußball und seine Führung. "Von Blatter bis Infantino wurde die Welt des Fußballs immer vom Geld bestimmt. Solange das Geld das Sagen hat, wird sich der Fußball nicht ändern." Rivera glaubt, dass sich diese Veränderung auch in den Spielern widerspiegelt: "Heute sind Spieler zu Unternehmen geworden; sie kämpfen auf dem Platz nur noch neben anderen um ihre eigenen Interessen."
In den Vormonaten hatte sich Rivera auch als Kandidat für das Amt des italienischen Verbandspräsidenten ins Gespräch gebracht. Er sprach erneut über seine Beziehung zu Institutionen. "Ich war schon immer schwierig im Umgang, sowohl früher als auch heute, weil meine Ideen die Machthaber immer in Verlegenheit bringen."
Schließlich sprach er auch über den aktuellen Zustand der italienischen Nationalmannschaft.
Rivera hatte gehofft, dass Paolo Maldini eine wichtige Rolle übernehmen würde, besonders seine Unabhängigkeit schätzend, aber er sprach sich entschieden gegen Mancinis Rückkehr aus: "Mancini auf die Trainerbank zurückzuholen, ist eine Beleidigung für Fans und Spieler."
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