Laut AS sind Mourinhos Aufgaben nach seiner Rückkehr zu Real Madrid nicht mehr nur auf das Coaching der ersten Mannschaft beschränkt. Er ist auch in die öffentliche Kommunikation des Vereins, die Integration der Akademie und der ersten Mannschaft, das Personalmanagement im Trainingskomplex Valdebebas und die Formulierung von Transferstrategien involviert. Seine Rolle ähnelt nun der von Sir Alex Ferguson bei Manchester United oder Arsène Wenger beim FC Arsenal.

Bei seiner Rückkehr erklärte Mourinho: „Ich bin hier, um etwas für Real Madrid zu tun, nicht nur um von Real Madrid angestellt zu sein."
Zu seinen Aufgaben sagte Mourinho: „Für mich geht es bei der Arbeit nicht nur um Training und Spiele. Meiner Meinung nach umfasst die Arbeit eines Trainers einen breiteren Rahmen und hat einen größeren Einfluss auf die Entwicklung eines Vereins. Das bezieht sich auf die Fußballangelegenheiten von Real Madrid. Die Arbeit eines Trainers besteht nicht nur darin, das Training zu leiten, zu entscheiden, wer spielt, Spiele zu bestreiten und Auswechslungen vorzunehmen. Für mich ist das nicht genug – das ist nur der grundlegendste Teil."
Unter allen Cheftrainern von Real Madrid sind Mourinhos derzeitige Macht und Verantwortlichkeiten besonders ausgeprägt, eine Vereinbarung, die von Vereinspräsident Florentino Pérez unterstützt wird. Florentino stand Real Madrid insgesamt 23 Jahre vor, und Mourinho ist der einzige Trainer, den er nicht entlassen hat. Im Jahr 2013, nach drei Saisons, vereinbarte Mourinho seinen Abgang vom Verein; er hätte weitermachen können, entschied sich aber zu gehen.
Transferstrategie
Nach Mourinhos Rückkehr hat sich die Transferphilosophie von Real Madrid erheblich verändert. In früheren Saisons war es schwer vorstellbar, dass der Verein in Spieler investierte, die sich dem 30. Lebensjahr näherten. Die Neuverpflichtungen dieser Saison – Denzel Dumfries (30), Ibrahima Konaté (27), Marc Cucurella (28) und Bernardo Silva (32) – spiegeln diese Veränderung jedoch wider.
Mourinho glaubt, dass dem bestehenden Kader Kampfgeist, Wettbewerbsfähigkeit und Spielerfahrung fehlten. Spieler wie Mastantuono, Endrick, Arda Güler, Álvaro Carreras und Hysaj haben großes Potenzial für die Zukunft, aber ihre unmittelbare Einsatzbereitschaft ist noch unzureichend. Daher hofft er, das Potenzial dieser jungen Spieler mit den in dieser Saison getätigten Verpflichtungen zu ergänzen, die sofort Wirkung zeigen können.
Öffentliche Kommunikation
Mourinho war schon immer geschickt darin, Botschaften zu vermitteln. Wenn er jetzt spricht, wirkt er ruhiger und weniger gestikulierend, aber seine Haltung bleibt klar. Florentino hat jemanden gefunden, der die langfristige Position des Vereins klar artikulieren kann. Berichte bringen diese Haltung mit dem Fall Negreira in Verbindung und deuten darauf hin, dass die damit verbundenen Verantwortlichkeiten noch nicht vollständig geklärt sind.
Im Madrider Derby wurden zwei kontroverse Zwischenfälle mit Kang-in Lee und Cuti Romero weder vom Schiedsrichter noch vom VAR als Rote-Karte-Vergehen eingestuft. Diese Entscheidungen stellten Mourinhos öffentliche Reaktion auf die Probe. Real Madrid hat ihm volle Autorität in der öffentlichen Kommunikation gewährt; seit seiner Rückkehr gibt er wieder regelmäßig Pressekonferenzen vor und nach Spielen. Dies hatte er während seiner früheren Zeit bei Benfica nicht bei jedem Spiel getan.
Verbindung von Jugendakademie und erster Mannschaft
Obwohl Mourinho eine Wohnung in Madrid besitzt, verbringt er oft Nächte in Valdebebas. Dies hat seine Verbindung zu La Fábrica, Real Madrids Jugendakademie, gestärkt: Er interagiert nicht nur häufig mit den Mitarbeitern der Akademie, sondern lernt auch die Jugendspieler kennen und kommuniziert im Arbeitsalltag mit ihnen.
In seinen ersten drei Saisons als Trainer von Real Madrid gab Mourinho fast 30 Jugendspielern ihr Debüt in der ersten Mannschaft, wobei 17 von ihnen in offiziellen Spielen zum Einsatz kamen; einige Spieler hatten sehr kurze Einsätze. Zu den Spielern, die Chancen erhielten, gehörten Juan Carlos, D. Llorente, Adán, Saravia, Álex Fernández, Mejías, Jesús Fernández, Joselu, Jesé, M. Casado, Cheryshev, Mendes, Pablo Gil und Mascarell. Nacho und Morata etablierten sich schließlich in der ersten Mannschaft und wurden wichtige Spieler.
Heute lobt Mourinho die Arbeit des Direktors der Jugendakademie von Real Madrid, Manuel Fernández Pitarch, und zuvor auch Gonzalo. Diese beiden haben ebenfalls ihr Debüt in der ersten Mannschaft gegeben. Darüber hinaus erzielte Real Madrid im letzten Transferfenster über 200 Millionen Euro Einnahmen aus dem Verkauf von Nachwuchsspielern.
Mourinho arbeitet eng mit Manuel Fernández zusammen. Was die Förderung junger Spieler betrifft, so vertritt er die Ansicht, dass es wenig Sinn macht, Jugendspieler nur zwei oder drei Minuten einzusetzen, wenn ihnen nicht kontinuierlich Chancen gegeben werden. Dazu sagte Mourinho: „Diese Arrangements müssen Kontinuität haben."
Personalmanagement in Valdebebas
Mourinho ist häufig im Trainingskomplex von Real Madrid anwesend und pflegt engen Kontakt zu den Mitarbeitern. Er möchte die Arbeitsatmosphäre in Valdebebas verbessern, indem er Regeln einführt: Spieler der ersten Mannschaft müssen früher auf dem Trainingsgelände ankommen, Gewohnheiten in der Ernährungsverwaltung und Verletzungsbehandlung werden optimiert und Verspätungen werden geahndet. Diese Maßnahmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Teams steigern und gleichzeitig sicherstellen, dass alle Spieler die gleichen Standards einhalten.
Mourinhos Anpassungen betreffen fast jeden Aspekt rund um die Spieler. Er fördert stärkere Teamverbände, ein besseres Arbeitsumfeld und mehr Zusammenhalt, in der Hoffnung, dass dies dem Team hilft, seine Ziele zu erreichen.
In seiner ersten Amtszeit führte Mourinho Real Madrid zu drei aufeinanderfolgenden Champions-League-Halbfinals. Seit seinem Weggang im Jahr 2013 hat Real Madrid sechs weitere Champions-League-Titel gewonnen. Florentino betrachtet den Einfluss, den Mourinho in den genannten Bereichen hatte, als Teil des Grundes für den späteren Erfolg des Vereins. Über ihre frühere Zusammenarbeit sagte Mourinho: „Jedes Mal, wenn es Erfolge gab, ruft mich der Präsident an …" Jetzt, in seiner zweiten Amtszeit als Trainer von Real Madrid, wurde ihm größere Autorität verliehen.
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