Alessandro Bocci, ein Journalist des Corriere della Sera, verfasste einen Artikel, der eine schonungslose Zusammenfassung der aktuellen Misere von AC Mailand bietet. Seiner Ansicht nach war die 0:2-Heimniederlage gegen Benfica in der Europa League die bittere Frucht eines problematischen Plans: die schwache Einstellung der Mannschaft, wiederholte Abwehrfehler und verwirrte taktische Anordnungen.

Bocci kritisierte nicht nur Trainer Ruben Amorim und die enttäuschende Leistung von Gonçalo Ramos, sondern hinterfragte auch die Personalplanung von Eigentümer Gerry Cardinale. Seiner Meinung nach wechselt AC Mailand zu häufig seine Trainer – von Paulo Fonseca zu Allegri und jetzt zum Portugiesen Amorim – wodurch der Verein nie eine klare und stabile Vision entwickeln konnte.
Amorims Widersprüche: Von Bewertungen und Transfers bis zu taktischen Ausreden
In dieser scharfen Kritik macht Bocci auch Amorim selbst verantwortlich. Der portugiesische Trainer habe offensichtliche Probleme bei der Aufstellung der Startelf, dem Rotationsmanagement und seiner Beziehung zu erfahrenen Spielern in der Umkleidekabine von AC Mailand.
Besonders Amorims widersprüchliche Aussagen sind ein Kernpunkt von Bocis Kritik. Kurz vor dem Spiel gegen Juventus hatte Amorim die Sommertransferaktivitäten von AC Mailand mit einer perfekten „10" bewertet; nur elf Tage später änderte er jedoch seine Haltung und beschwerte sich, dass der Mannschaft die Spieler fehlten, die für die Umsetzung seines taktischen Systems notwendig sind.
Bocci argumentiert daher, dass ein guter Trainer wissen muss, wie man schwierige Phasen meistert, und vor allem lernen muss, die vorhandenen Spieler des Vereins optimal einzusetzen, anstatt den Kader zu beschuldigen, wenn Probleme auftreten.
Cardinales Verantwortung und Gonçalo Ramos' Problem
Nach Analyse des Artikels trägt nicht allein Amorim Verantwortung für den schlechten Saisonstart von AC Mailand; auch die Vereinsführung muss sich kritischen Fragen stellen.
Der Artikel beschreibt AC Mailand als einen Verein mit „vielen Ideen, aber fast alle davon chaotisch". Unter Cardinales Führung beginnt AC Mailand zwar jede Saison mit einem Plan, ändert die Richtung jedoch ständig, wenn unerwartete Situationen auftreten.
Dieser Mangel an einer kohärenten Philosophie beim Kaderaufbau führte letztendlich zu einer desorganisierten Mannschaft, und die Leistung von Gonçalo Ramos ist das prägnanteste Beispiel dafür. Der Stürmer kam diesen Sommer für eine Ablösesumme von 74 Millionen Euro, schoss in den letzten drei offiziellen Spielen aber kein einziges Mal auf das Tor – ein Spiegel dafür, dass die gesamte Mannschaft das Vertrauen in ihre Aufgabe zu verlieren scheint.
Übersetzt von KI.
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