Der ehemalige japanische Nationalspieler Shoji Jo betonte, dass Trainer Oiwas Fokus auf Offensiv- und Defensivumschaltungen in diesem Turnier zwar gut funktioniert habe, der U21-Mannschaft aber weiterhin klare individuelle Stärken und eine kohärente Teamidentität fehlten.

Wenn die Mannschaft in Ballbesitz überging, häuften sich Ballverluste durch ungenaue Pässe und schlechte Ballannahmen. Im Spiel gegen Südkorea etwa blockierte Verteidiger Sato einen Gegner mit seinem Körper, konnte den Ball aber nicht unter Kontrolle bringen, was einer gegnerischen Flanke Vorschub leistete. Auch Abwehrspieler wie Umeki wurden von Gegnern überspielt und mussten Schüsse zulassen. Die Mannschaft muss ihre Defensive verbessern, indem sie Passwege besser zustellt und die Angriffsrouten des Gegners früher unterbricht.
Trainer Oiwa gab 22 der 23 nominierten Spieler Einsatzzeit, allein Torwart Kobayashi kam nicht zum Einsatz. Trotz kontinuierlicher Rotation der Startelf gelang es der gesamten Mannschaft, Oiwas etablierte Spielweise umzusetzen – ein Resultat der stetigen taktischen Arbeit in jedem Trainingslager. Allerdings hat die Mannschaft bislang keine ausgeprägten Individualqualitäten oder eine erkennbare Teamidentität entwickelt.
Das Turnier offenbarte auch ein Defizit im Offensivspiel: Es fehlt an klinischen Finishern. Shoji Jo hofft, dass ein Spieler auftauchen wird, der in entscheidenden Momenten den Unterschied machen kann.
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